Die Ecke des Präsidenten • Le coin du président

Geschätzte Kameraden,

An dieser Stelle hätte ich gerne als abtretender Interimspräsidenten dem neu gewählten Präsidenten das Wort gegeben. Bedauerlicherweise kam es nicht so weit. Aufgrund eines Missverständnisses kam es nicht zur Wahl und ich „muss“ das Präsidium weiterführen.

Ich sehe dies aber nicht als mühsame Pflicht, sondern als Verantwortung die ich gerne weiterführe. Gleichzeitig möchte ich aber weiter nach einer Lösung suchen und bin da auf die Hilfe aller Sektionen und Mitglieder angewiesen. Für mich stehen in der kommenden Zeit zwei ganz zentrale Punkte im Vordergrund:

Die Wiederherstellung und vor allem Festigung der Beziehung zu unserer Sektion Westschweiz, der AROPAC sowie die Organisation eines spannenden Symposiums 2016, dass viele Mitglieder anzieht.

 

Vergangenes Wochenende fanden die Wahlen von National und Ständerat statt. Oberste Aufgabe und Pflicht eines politischen Systems ist für die Sorge

zur Sicherheit von Land, Menschen, Infrastruktur, Organisationen und Werten. Wir alle wissen zur Genüge, dass Sicherheit kein Zustand sondern ein Produkt ist, dem es Sorge zu tragen gilt. Ich kann jedes Jahr an der Schule an welcher ich während Studium und Dissertation Unterricht gab ein Referat über Sicherheit geben. Es ist immer wieder spannend, was gerade bei jungen Menschen als Sicherheit verstanden wird:

• Versorgungssicherheit (mit sauberem Trinkwasser, Grundnahrungsmittel, medizinische Versorgung, Energie etc)

• Sicherheit der Freiheiten (Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit etc)

• Sicherheit der eigenen Unversehrtheit

• Sicherheit der Ausbildung

• Informationssicherheit

 

Das alles sind wunderbare Errungenschaften, die schlussendlich alle durch eine umsichtige Politik erschaffen und erhalten werden. Letztes, einziges physisches

aber damit auch zwingend starkes Mittel dieser Politik ist die Armee. Ich bin sehr erleichtert und hoffe, dass in der neuen Zusammensetzung dem auch gebührend Rechnung getragen wird. Man braucht keine Kassandra zu sein um zu sehen,

dass die Welt in den letzten Monaten nicht friedlicher geworden ist. Konflikte nehmen zu und dies zunehmend auch im sicherheitspolitischen Interessenraum der Schweiz. Meldungen aus diesem Monat lassen gewisse Schlüsse zu, dass die Terrormilizen des IS Zugang zu Chemischen Kampfstoffen haben. Nach allem was

wir bisher gesehen haben, werden sie keinerlei Skrupel haben diese sowohl im unmittelbaren Gefechtsfeld aber auch für terroristische Anschläge einzusetzen.

Hier sind primär die ND-Mittel für die Früherkennung und Prävention gefragt, für die Bewältigung von allfälligen Ereignissen werden aber sehr rasch die Mittel

der Armee nötig sein. Hier erachte ich die mit der WEA geforderten Mittel (20 Mia CHF über vier Jahre und 100‘000 AdA) als Minimallösung. Es ist für mich nach

wie vor unverständlich, dass das Parlament in verantwortungsloser Manier die Umsetzung weiter verzögert.

 

Ich wünsche uns allen einen wunderbaren, friedlichen Herbst und freue mich auf möglichst viele Begegnungen.

 

Christian Fokas


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